Vor kurzem hat mich ein tolles Buchpaket erreicht "12 Neue Leben, Selbst(Ver)suche" von Sebastian Kühn. Ich fand das Thema wirklich spannend und interessant zu lesen über so verschiedene Wege.
"Der Anonyme" stach mir sofort ins Auge, besonders als Blogger und auch für meine Arbeit brauche ich mein Handy, Internet - Sozial Media. Wie ist es also zu versuchen ohne jeglichem auszukommen? Ich dachte mir also ich teste mich selber - und Leute es war so hart und für mich wirklich ein ding der Unmöglichkeit. Ich glaube das ich diesen Versuch noch einmal Starten werde wenn ich Urlaub habe, aber so im Alltag? Für mich war es unmöglich ein Leben ohne Digitalen Fussabdruck zu leben (überleben).
Tag eins Begann eigentlich sehr gut. Klar musste ich das Handy ab und an für die Arbeit benützen, aber sonst hatte ich nichts gepostet, war nicht Online, musste nirgends meine Daten "abgeben". Aber nach Feierabend wurde es schon kniffelig. Hatte ich genug Bargeld um einkaufen zu gehen? Mit der Karte zahlen war ja auch ein "Digitaler Fußabdruck"... Leute ich sag euch das, einfach sich mal auch Gedanken darüber zu machen welche App was Trackt, wo ich eigentlich überall Daten hinterlasse, sei es Meinen Namen - Konto Daten usw. war fast schon erschreckend. Im Grunde kann man mein ganzes Leben aus meinem Handy lesen. Und auch aus dem Internet. Und spätestens als meine Mutter mich anrief und mir mitteilte das es ein total süßes Video meines Neffen auf Facebook gab, gab ich nach. Klingt es schwach? Ich finde schon! Aber ich muss auch sagen das es absolut und vollkommen unmöglich für mich war auch nur einen Tag ohne "Digitalen Fussabdruck" - "Total Anonym zu bleiben"- schlicht und ergreifend UNMÖGLICH. Somit war Tag 1 für mich auch der letzte.
Schlimm? Find ich auch!
Aber Testet es doch selbst einmal! Oder eine der anderen Selbstversuche! Oder habt ihr vielleicht sogar schon selbst so etwas euch vorgenommen? Vielleicht sogar länger geschafft als ich ?
Über das Buch:
★★★ WER BIST DU, WENN NIEMAND ZUSCHAUT? ★★★
Ein Jahr lang begibt sich Sebastian auf eine Reise. 12 Rollen in 12 Monaten. Unter anderem lebt er anonym, frutarisch, nackt, pilgernd und autark. Die Experimente stehen für das Neue, für den Schritt heraus aus der Komfortzone.
“Wer bin ich, wenn niemand zuschaut?”, lautet die Frage, die dabei ständig mitschwingt. Wer ist die Person hinter all dem erlernten Verhalten, den Glaubenssätzen, dem Leben im Autopilot?
In 12 unterhaltsamen Selbstversuchen fand Sebastian überraschende Antworten, die sein Weltbild ordentlich aufrüttelten. Aus kleinen Veränderungen wurden Lawinen. Aus Vorurteilen wurde Neugier. Aus Angst wurde Mut.